Heft 1/2026 soeben erschienen
Die Komplexität bei Planungen und Projektabwicklung steigt immer weiter an. Entscheidungen müssen innerhalb kurzer Fristen getroffen werden. Terminsicherung wird immer wichtiger. Die alten Herangehensweisen reichen oft nicht mehr aus, um Projekte erfolgreich abzuwickeln.
Unsere HochbauRecht zeigt auf, was Entscheider/Projektleiter zur Bewältigung dieser Anforderungen wissen sollten und wie das Wissen im Tagesgeschäft optimal eingesetzt wird. Ausgabe für Ausgabe werden zB Zuständigkeitsfragen und optimale Vertragsanbahnungen angesprochen. Fachliche Risiken bei Kosten, Qualitäten und Termine werden einer intensiven Würdigung unterzogen und souveräne Konfliktbewältigung aus fachlicher Sicht erörtert. Planer- und Baunachträge sind ebenfalls Thema.
Die Mitwirkung und Mitverantwortung der Beteiligten wird anhand von Regelungsbeispielen und Praxisfällen behandelt. HochbauRecht beleuchtet die Themen jeweils aus Sicht des Auftraggebers und der Bauunternehmer bzw. der unterschiedlichen Planer, so dass alle Sichtweisen gewürdigt werden.
HochbauRecht stellt vor aktuelle Gerichts-Entscheidungen zum HochbauRecht als Volltext und kompakt, jedenfalls gut aufbereitet und lesbar.
Wie wichtig Brandschutz und bspw funktionsfähige Notausgänge auch und insbesondere im Hochbau sind, zeigt die Bilanz des verheerenden Brandes in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana, Stand: 02.01.2026 07:11 Uhr: 40 Tote und 115 Verletzte.
Den Angehörigen der Opfer gilt unser tiefempfundenes Mitgefühl.
Wir beteiligen uns nicht an Mutmaßungen.
Die ermittelnde Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud machte bei den beiden Pressekonferenzen am Neujahrstag noch keine Angaben zur Ursache der Brandkatastrophe. Sie stellte aber klar, dass von einem Unglück auszugehen und ein Anschlag auszuschließen sei. “Es gibt mehrere Hypothesen, unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat, und das zu einer Explosion geführt hat”. Im Zuge der Ermittlungen würden auch Mobiltelefone vom Ort des Brandes ausgewertet.
Der Brand habe bei seiner Ausbreitung eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Am Nachmittag teilte die Kantonsregierung mit, in der Bar sei es “infolge eines Brandes zu einem Flashover” gekommen, “der eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte”.
Der Begriff Flashover beschreibt die schnelle oder sogar schlagartige Entzündung aller Oberflächen brennbarer Materialien eines Raumes hin zu einem Feuer. Mit ihren Angaben machten die Behörden deutlich, dass die Explosionen, von denen Anwohner berichtet hatten, den Brand nicht ausgelöst hätten, sondern eine Folge des Feuers waren. Bei einem Flashover gibt ein kleines Brandereignis die Wärme an die Umgebung ab. Die Hitze sammelt sich unter der Decke des Raumes und kann in einem Kellerraum nicht abfließen. Der Wärmestau wird immer heißer und alle brennbaren Materialien in diesem Raum werden chemisch zersetzt und bilden Pyrolysegase. Beim richtigen Mischungsverhältnis und einer immer höher werdenden Temperatur entsteht eine Durchzündung, eine Feuerwalze, die alles gleichzeitig in Brand setzt, ohne dass es durch eine Flamme berührt wird. Es entsteht somit ein Selbstentzündungsmechanismus, der extrem und sehr schnell wirkt.
Ob die Bar “Le Constellation” über funktionsfähige Notausgänge verfügte, ließ die zuständige Staatsanwältin auf Nachfrage zunächst offen.
Auch zu möglichen baulichen oder anderen Mängeln machten die Behörden bisher keine Angaben. Augenzeugen verweisen darauf, dass eine einzige Treppe für den Weg der Gäste vom Erdgeschoss in den Keller und von dort nach draußen vorgesehen gewesen sei. “Ich habe die Treppe gesehen, ich war vor Ort”, sagte Generalstaatsanwältin Pilloud.
Die Untersuchung werde den Fragen nach den Sicherheitsstandards nachgehen.
Wir wenden uns deshalb im aktuellen Heft im besonderen Maße diesem Thema zu.
Wir wünschen trotz der gravierenden Ereignisse angenehme Lektüre.
Herzliche Grüße
Ihr Herausgeber